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Open Source contra kommerzielle parallele Dateisysteme

Jan 6, 2020 | Technologie

 (Bild: ©peshkov/stock.adobe.com)

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High-Performance Computing (HPC) und dessen Fähigkeit, große Datenmengen schnell zu speichern, zu verarbeiten und zu analysieren, treibt Innovationen voran. Da Unternehmen zunehmend auf neue Technologien wie künstliche Intelligenz (KI), maschinelles Lernen und Augmented Reality setzen, suchen sie nach leistungsfähigen Datenspeicherinfrastrukturen. HPC-Datenspeichersysteme basieren dabei auf parallelen Dateisystemen. Bei der Systemwahl können Unternehmen auf Open Source-Modelle oder kommerzielle parallele Dateisysteme zurückgreifen.

Anschaffungskosten – Was kann besser sein als kostenlos?

Open-Source-Produkte sind in aller Regel kostenlos für den Anwender – so auch bei bei parallelen Dateisystemen wie etwa Lustre oder BeeGFS. Unternehmensanwender können von einem solchen Systemen jedoch überfordert sein, da sie oftmals nicht die Handhabbarkeit und Benutzerfreundlichkeit bieten, wie die bestehende IT-Umgebung. Berücksichtigt man die Kosten für den zusätzlichen Personalbedarf zur Implementierung und Verwaltung eines parallelen Open-Spource-Dateisystems, sind mit der ‚kostenlosen‘ Anschaffung doch höhere Kosten verbunden. Kommerzielle parallele Dateisysteme werden als Plug-and-Play-Systeme geliefert, wodurch sich die Gesamtbetriebskosten in Grenzen halten. Darüber hinaus sind kommerzielle Systeme in der Lage, sich bei veränderten Workloads automatisch zu optimieren und neu anzupassen, was die Opportunitätskosten von Ausfallzeiten reduziert.

Individuelle Anpassung

Bei Open-Source-Dateisystemen können individuelle Codes implementiert werden und sie haben die Möglichkeit, die Funktionalität des Codes zu modifizieren, anzupassen und zu erweitern, um den spezifischen Arbeitsabläufen ihres Unternehmens gerecht zu werden. Aber sind Anwender auf der Suche nach Anpassbarkeit oder sehnen sie sich nach mehr Flexibilität? Wenn eine echte Anpassung erforderlich ist, sollten Unternehmensanwender die Art der Fähigkeiten und die Anzahl der Mitarbeiter einschätzen, die für eine erfolgreiche Anpassung und für den Support des Open-Source-Codes erforderlich sind. Ist Flexibilität das oberste Ziel, bieten wiederum kommerzielle Dateisysteme Anpassungsmöglichkeiten an sich ändernde Arbeitsabläufe, ohne Änderungen am Code vorzunehmen. Kommerzielle Dateisysteme mit industrietauglicher Hardware sind selbstoptimierende Systemlösungen, die speziell für Anpassungsfähigkeit und Flexibilität in einer Vielzahl von Anwendungsfällen entwickelt worden sind. Anwender können das System nach ihrem Workload-Bedarf konfigurieren, ohne dass einzelne Komponenten überdimensioniert werden. Die Skalierbarkeit der Systeme ist uneingeschränkt und Bandbreite, Kapazität und Metadatenleistung können unabhängig voneinander eingestellt werden.

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