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Fraunhofer-Gesellschaft tritt Cyber Valley bei

Nov 11, 2019 | Newsarchiv

Fraunhofer-Gesellschaft tritt Cyber Valley bei

Bild: Ludmilla Parsyak, Fraunhofer-Institut

Die Fraunhofer-Gesellschaft schließt sich dem Cyber Valley an, einem Forschungskonsortium bestehend aus den international renommierten Universitäten Tübingen und Stuttgart, dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme und einigen der weltweit führenden Industrieunternehmen.


Die Stuttgarter Fraunhofer-Institute für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO sowie für Produktionstechnik und Automatisierung IPA treten dem Cyber Valley bei und stärken damit die größte Forschungskooperation Europas auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz (KI). Der Zusammenschluss beweist einmal mehr, dass Baden-Württemberg in Sachen KI europa- und weltweit auf Augenhöhe mit einigen der führenden Zentren ist.

Im Rahmen der Pressekonferenz zum neuen KI-Fortschrittszentrum sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: „Künstliche Intelligenz ist ein zentraler Treiber für Innovation und Wirtschaftswachstum und birgt ein enormes wirtschaftliches Potenzial für unseren Mittelstand. Wir brauchen mehr ,KI made in Baden-Württemberg‘ und müssen die Ergebnisse unserer Spitzenforschung noch besser und schneller in die praktische Anwendung unserer Unternehmen bringen. Dazu müssen wir Forschung, Entwicklung und Kommerzialisierung von KI massiv vorantreiben.“

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer ergänzte: „Der Forschungsverbund Cyber Valley entwickelt sich sehr dynamisch und zieht immer mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, junge Talente aus aller Welt, Unternehmen und Stiftungen an. Mit dem Boom ist der Bedarf entstanden, verlässliche Managementstrukturen für den Cyber Valley-Verbund zu etablieren, um die wachsenden organisatorischen Aufgaben effektiv zu bewältigen.“

Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg und die Fraunhofer-Gesellschaft finanzieren zu gleichen Teilen das KI-Fortschrittszentrum „Lernende Systeme“, das zum 1. Oktober 2019 in das Cyber Valley-Konsortium integriert wurde. Das Zentrum ist ein Labor mit einem anfänglichen Team von 20 Forschern und Forscherinnen und einer geplanten Anschubfinanzierung von zehn Millionen Euro bis Ende 2022.

Zentrale Anlaufstelle für anwendungsorientierte KI-Forschung

Das KI-Fortschrittszentrum ist eine zentrale Anlaufstelle für anwendungsorientierte KI-Forschung für Unternehmen in Baden-Württemberg. Es führt Forschungsprojekte durch, die für den Produktions- und Dienstleistungssektor relevant sind, und dient als Schnittstelle zwischen der Industrie und der Grundlagenforschung innerhalb des bestehenden Cyber Valley-Konsortiums, das neben den genannten Forschungseinrichtungen mehrere Industriepartner umfasst. Das KI-Fortschrittszentrum kann so über die bestehenden Partner hinaus den Technologietransfer in die Industrie ermöglichen.

Als weitere Komponente richten die Partner gemeinsame Forschungslabors ein. Die Forschungsinhalte orientieren sich am aktuellen und zukünftigen Bedarf des Markts. Somit bergen die gemeinsam betriebenen Labors großes Potenzial für zukünftige Start-ups.

Ein zentraler Schwerpunkt des KI-Fortschrittzentrums ist die direkte Kooperation mit Industrieunternehmen. Machbarkeitsstudien und Projekte zur Entwicklung erster Prototypen von KI-Anwendungen werden teilweise über das Budget des Fortschrittzentrums finanziert.

Das KI-Fortschrittszentrum „Lernende Systeme“ verfolgt bei all seinen Aktivitäten das Ziel, eine menschenzentrierte KI zu entwickeln, der die Menschen vertrauen und die sie akzeptieren. Nur wenn Menschen mit neuen Technologien interagieren und eng zusammenarbeiten, kann ihr Potenzial optimal ausgeschöpft werden. Um diese menschenzentrierte KI zu realisieren, konzentrieren sich die Forschungsaktivitäten u.a. auf die Themen Erklärbarkeit, Datenschutz, Zertifizierung, Sicherheit und Robustheit von KI-Technologien.

Vom Land Baden-Württemberg unterstützt, fördert das Cyber Valley den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, die Ausbildung der besten Talente im Bereich der KI und schafft einen Nährboden für Start-ups. Ziel ist es, Spitzenforschung mit Unternehmergeist zu verbinden, um Spin-offs und den Technologietransfer zu fördern.

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