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Jun 5, 2019 | Zahlenfutter

Quick Wins einfahren und auch nutzen
Der Energie- und Versorgungssektor setzt zunehmend auf intelligente Automatisierung, seit 2017 insbesondere auf künstliche Intelligenz (KI). Ihr Potenzial unterschätzen deutsche und internationale Führungskräfte allerdings für Großprojekte; hier wird sie zu selten eingesetzt, so eine neue Studie des Capgemini Research Institute. Insgesamt wurden 529 Führungskräfte auf Management-Ebene oder darüber in Energie- und Versorgungsunternehmen befragt. Die Ergebnisse […]

Bild: Capgemini // Capgemini Invent

Der Energie- und Versorgungssektor setzt zunehmend auf intelligente Automatisierung, seit 2017 insbesondere auf künstliche
Intelligenz (KI). Ihr Potenzial unterschätzen deutsche und internationale Führungskräfte allerdings für Großprojekte; hier wird sie
zu selten eingesetzt, so eine neue Studie des Capgemini Research Institute. Insgesamt wurden 529 Führungskräfte auf Management-Ebene oder darüber in Energie- und Versorgungsunternehmen befragt.
Die Ergebnisse der Studie ‚Intelligent Automation in Energy and Utilities: The next digital wave‘ des Beratungsunternehmens Capgemini zeigen, dass fast die Hälfte der Befragten Unternehmen den Nutzen ihrer Initiativen zur intelligenten Automatisierung unterschätzt hat. Demnach setzen sie nur 18% der Unternehmen in ‚Quick-Win-Anwendungsfällen‘ ein und nur 15% der Befragten international sowie 13% der deutschen gaben an, dass ihr Unternehmen intelligente Automatisierung in mehreren Anwendungsfällen im großen Maßstab umsetzt. Aus der Studie geht weiterhin hervor, dass das traditionelle Geschäftsmodell der Energie- und Versorgungsunternehmen weltweit unter Druck steht, wobei sich technologische Veränderungen und ein zunehmender Wettbewerb bemerkbar machen. Automatisierung und KI können diesen Unternehmen helfen, Klimaschutzziele einzuhalten und die wachsende Nachfrage nach sauberer, kostengünstiger und zuverlässiger Energie zu befriedigen. Die Studienergebnisse zeigen hinsichtlich des Umfangs, in dem Automatisierung eingesetzt wird, erhebliche Unterschiede zwischen den Regionen sowie innerhalb der Branche. So setzen in Deutschland bislang 13% der Energie- und Versorgungsunternehmen Intelligente Automatisierung weitgehend im großen Maßstab ein. In den USA sind es mit 23% bereits deutlich mehr, in Frankreich und Indien jeweils 16%, in Großbritannien 8%. Von den teilnehmenden Öl- und Gasunternehmen berichtet ein Fünftel (20%) der Führungskräfte über mehrere große Anwendungsfälle; bei den Wasserunternehmen sind es nur 6%. Energie- und Versorgungsunternehmen profitieren im Vergleich zu anderen Branchen bereits stark von intelligenter Automatisierung, wenn es darum geht, den Betrieb effizienter zu gestalten sowie das Umsatzwachstum und die Kundenbindung zu steigern. Als besonders großer Nutzen erweist sich intelligente Automatisierung in folgenden Bereichen:

  • • Ihr Kundenerlebnis konnten international 81% der befragten Unternehmen durch schnellere Reaktionszeiten verbessern, in Deutschland 82%. Im Durchschnitt aller Branchen war das international bei nur 60% der Unternehmen der Fall.
  • • 78% international und 75% in Deutschland sehen, dass weniger Arbeitsschritte im Zusammenhang mit Anfragen und Abschlüssen nötig sind. International über alle Branchen hinweg sind es 61%.
  • •  45% international und 38% in Deutschland haben einen Anstieg bei eingehenden Kundenkontakten verzeichnet. Im Durchschnitt aller Branchen waren es 27%.
  • •  40% der Führungskräfte international und 44% der deutschen gaben an, eine Qualitätssteigerung der Betriebsabläufe festgestellt zu haben. Im internationalen Durchschnitt der Branchen waren es 30%.
  • •  international beobachten 32%, in Deutschland 26% eine Steigerung der Mitarbeiterproduktivität. Im internationalen Branchendurchschnitt sind dies ebenfalls 26%.

Fast jede zweite Führungskraft hat den Nutzen ihrer Initiativen zur intelligenten Automatisierung bei folgenden Aspekten unterschätzt: Bei Kosteneinsparungen waren es international 47 Prozent der Führungskräfte, in Deutschland zu 44 Prozent, bei der Kundenzufriedenheit 48 bzw. 46 Prozent und hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Gewinnentwicklung 45 bzw. 46 Prozent.

KI-Akzeptanz ist gewachsen

Allgemein ist die Akzeptanz von KI in der Branche gewachsen: 52 Prozent der Befragten nutzen die Technologie bereits in einer Reihe von Anwendungsfällen, während vor zwei Jahren lediglich 28% Pilotprojekte laufen hatten. Dennoch gab erst eine kleine Minderheit (15%) der Führungskräfte an, dass ihr Unternehmen intelligente Automatisierung in mehreren Fällen im großen Maßstab einsetzt. Hindernisse für die Skalierung sehen die Befragten im Bereich Qualifikation: 55 Prozent nannten hier einen Mangel an Mitarbeitern, die in Automatisierungstechnologien qualifiziert sind – wobei international auch 47%, in Deutschland sogar 52% zu geringe Anstrengungen zur Qualifizierung bestehender Mitarbeiter nannten. 42% international und 46% in Deutschland sehen Schwierigkeiten, Mitarbeiter mit den richtigen Fähigkeiten zu halten, während international 41% und in Deutschland 35% Widerstände der Mitarbeiter gegen das Erlernen neuer Fähigkeiten nannten. mst/Capgemini

Capgemini // Capgemini Invent

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Studie von VDE und Bertelsmann Stiftung: KI-Ethik messbar machen

In einer neuen Studie zeigen die Technologieorganisation VDE und die Bertelsmann Stiftung, wie sich Ethikprinzipien für künstliche Intelligenz (KI) in die Praxis bringen lassen. Zwar gibt es eine Vielzahl an Initiativen, die ethische Richtlinien für die Gestaltung von KI veröffentlicht haben, allerdings bis dato kaum Lösungen für deren praktische Umsetzung. Genau hier setzt der VDE als Initiator und Leiter der ‚AI Ethics Impact Group‘ gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung an.

Künstliche Intelligenz braucht Fachkräfte

Fast sechs Prozent der Unternehmen in Deutschland haben im Jahr 2019 künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt. Diese Unternehmen gaben rund 4,8 Milliarden Euro im Bereich KI aus und beschäftigten 139.000 Personen ganz oder teilweise mit KI-Tätigkeiten. Jedoch fehlt es an geeignetem Personal: Fast jede zweite offene KI-Stelle konnte im vergangenen Jahr nur unzureichend oder überhaupt nicht besetzt werden. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des ZEW Mannheim im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Fraunhofer IAO untersucht Potenziale und Einsatz von KI in Unternehmen

Wie kommt künstliche Intelligenz (KI) in der Unternehmenspraxis an? Welche Potenziale versprechen sich Unternehmen davon, welche Auswirkungen erhoffen und fürchten sie und wo werden KI-Technologien schon in der Praxis eingesetzt? Diese und weitere Fragen zu den Potenzialen und Auswirkungen von KI hat das Fraunhofer IAO auf Basis einer Befragung untersucht. Die resultierende Publikation ‚Künstliche Intelligenz in der Unternehmenspraxis‘ ist ab sofort kostenlos erhältlich

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