Produktivität steigern durch Chatbots

Produktivität steigern durch Chatbots

Bild: PricewaterhouseCoopers

Der Einsatz von intelligenten Computersystemen ist in allen Branchen denkbar. In Deutschland dürfte der Einsatz von KI vor allem das Gesundheitswesen stark verändern.


Marktforscher gehen davon aus, dass der Markt für KI-Anwendungen mehrere Hundert Milliarden Dollar beträgt – jährlich. So kam die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) 2018 in der Studie „Auswirkungen der Nutzung von künstlicher Intelligenz in Deutschland“ zu dem Schluss, dass das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) durch Einsatz von KI und Automatisierung bis 2030 um fast 14 Prozent steigen könnte, in Deutschland um rund 11 Prozent – dies wäre ein Plus von 430 Milliarden Euro.

Das BIP im Gesundheits- und Bildungswesen, im öffentlichen Sektor und in der Kunst dürfte durch den Einsatz von KI und durch Automatisierung bis 2030 um 28 Prozent zulegen. Dies liegt daran, dass diese Branchen besonders beschäftigungsintensiv sind. Sie dürften besonders hohe Produktivitätssteigerungen erzielen, was vor allem auf das große finanzielle KI-Engagement im Segment Gesundheit zurückgeführt wird.

Chatbots als Gesundheitslotsen

In Deutschland dürften vor allem gesetzlich Versicherte demnächst verstärkt mit Algorithmen zu tun haben: Die Kassenärztliche Vereinigung will bis Ende 2020 ihre Ärzte-App so weit erweitern, dass Patienten Termine vereinbaren können und per Spracheingabe über aktuelle Befindlichkeitsstörungen reden können. Der Chatbot wird dem Patienten allerdings keine Diagnose stellen, sondern vorschlagen, was man am besten tun sollte, etwa zum Arzt gehen oder die nächste Apotheke aufsuchen.

KI könnte auch einzelne Ärztegruppen wie Radiologen entlasten, von denen es bundesweit zu wenige gibt. Mithilfe von KI lässt sich beispielsweise die Zahl der täglich durchgeführten Untersuchungen steigern. Auch in der Forschung wird schon heute KI eingesetzt, um Wirkstoffe zu testen. Wofür in der Arzneimittelforschung früher ein halber Tag gebraucht wurde, benötigt die neue Technologie nur eine halbe Stunde. Im Operationssaal hält KI ebenfalls Einzug: In der Uniklinik in Hamburg-Eppendorf beispielsweise werden mittlerweile vier Operationsroboter bei der Entfernung von Prostata-Tumoren eingesetzt.

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