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Feb 11, 2020 | Zahlenfutter

510 Millionen Dollar für deutsche KI-Startups
Laut einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger haben sich die Investitionen in deutsche KI-Startups im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt. Im europäischen Vergleich reicht dies jedoch nur zu Platz vier.
AI-dedicated fundraising (2014-2019 in USD million) / Investitionen in KI-Startups haben sich in Deutschland 2019 fast verdoppelt: Anstieg auf 510 Millionen Dollar. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/32053 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe:
Bild: Roland Berger GmbH

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 218 Unternehmens-Neugründungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) finanziert. Laut einer Studie der Unternehmensberatu7ng Roland Berger und dem Startup-Verband France Digitale liegt Deutschland im europäischen KI-Ökosystem auf dem dritten Platz, hinter Großbritannien (590 Startups) und Frankreich (235 Startups). Bei den Investitionen liegt Deutschland mit rund 510Mio.$ nur auf dem vierten Platz hinter Frankreich (1,3 Mrd.$), Großbritannien (1,2Mrd.$) und Israel (902Mrd$). Und das obwohl sich das Investitionsvolumen in Deutschland im Vergleich zu 2018 fast verdoppelt hat. Befragt wurden die 28 Mitglieder der Europäischen Union (inklusive Großbritannien) sowie Norwegen, die Schweiz und Israel.

Fragmentiertes Ökosystem

„Viele Entwicklungen sind sehr erfreulich, da sie zeigen, dass das europäische KI-Ökosystem weiter stark wächst“, sagt Jochen Ditsche, Partner von Roland Berger. „Doch im Vergleich zu China und den USA ist das europäische KI-Ökosystem zu stark fragmentiert und leidet unter mangelnder Integration.“ Probleme, so Ditsche, die sich mit dem EU-Austritt Großbritanniens noch verschärfen könnten. Zudem fehlt es, trotz des starken Wachstums in Europa, an der notwendigen Abstimmung zwischen den einzelnen Ländern. So gibt es zum Beispiel bei der Datenschutz-Grundverordnung aufgrund unterschiedlicher Interpretationen einen europäischen Flickenteppich.

Amerikanische Investoren stark vertreten

Auf Frankreich, Großbritannien Israel und Deutschland entfielen in den Jahren 2009 bis 2019 gut 80 Prozent der Investitionen. Unter den fünf größten ausländischen Geldgebern sind amerikanische Investoren in den jeweiligen Ländern stark vertreten: Sie stellten im vergangenen Jahr 17,5 Prozent der ausländischen Geldgeber in Großbritannien, 14 Prozent in Deutschland und 7,5 Prozent in Frankreich dar. Chinesische Investoren spielen hingegen bisher kaum eine Rolle. Die europäischen KI-Ökosysteme hängen immer noch stark von ihren inländischen Investoren ab.

„Allerdings hat die Finanzierung von KI-Startups erst seit 2014 richtig Fahrt aufgenommen“, so Ashok Kaul, Partner von Roland Berger. „Seitdem liegen die jährlichen Wachstumsraten bei über 50 Prozent.“. In Zahlen: 2014 wurden in allen untersuchten Ländern insgesamt nur 528 Millionen Dollar in KI-Startups investiert – nur etwas mehr als 2019 allein in Deutschland.

Eine Schlüsselrolle im europäischen KI-Ökosystem nimmt Großbritannien ein. Im Ländervergleich sorgen die Briten für die höchsten Ausgaben in Forschung und Entwicklung und melden die meisten Patente an. Der Brexit könne den Zugang zu Daten weiter behindern und die Innovation und Dynamik in ganz Europa beeinträchtigen, warnt Jochen Ditsche.

Die vollständige Studie können Sie hier herunterladen

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In einer neuen Studie zeigen die Technologieorganisation VDE und die Bertelsmann Stiftung, wie sich Ethikprinzipien für künstliche Intelligenz (KI) in die Praxis bringen lassen. Zwar gibt es eine Vielzahl an Initiativen, die ethische Richtlinien für die Gestaltung von KI veröffentlicht haben, allerdings bis dato kaum Lösungen für deren praktische Umsetzung. Genau hier setzt der VDE als Initiator und Leiter der ‚AI Ethics Impact Group‘ gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung an.

Künstliche Intelligenz braucht Fachkräfte

Fast sechs Prozent der Unternehmen in Deutschland haben im Jahr 2019 künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt. Diese Unternehmen gaben rund 4,8 Milliarden Euro im Bereich KI aus und beschäftigten 139.000 Personen ganz oder teilweise mit KI-Tätigkeiten. Jedoch fehlt es an geeignetem Personal: Fast jede zweite offene KI-Stelle konnte im vergangenen Jahr nur unzureichend oder überhaupt nicht besetzt werden. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des ZEW Mannheim im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Fraunhofer IAO untersucht Potenziale und Einsatz von KI in Unternehmen

Wie kommt künstliche Intelligenz (KI) in der Unternehmenspraxis an? Welche Potenziale versprechen sich Unternehmen davon, welche Auswirkungen erhoffen und fürchten sie und wo werden KI-Technologien schon in der Praxis eingesetzt? Diese und weitere Fragen zu den Potenzialen und Auswirkungen von KI hat das Fraunhofer IAO auf Basis einer Befragung untersucht. Die resultierende Publikation ‚Künstliche Intelligenz in der Unternehmenspraxis‘ ist ab sofort kostenlos erhältlich

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