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Fraunhofer-Vorgehensmodell wird veröffentlicht
Machine Learning in der Produktion
Der Einsatz von maschinellem Lernen (ML) in der industriellen Fertigung birgt große Potenziale für die Optimierung von Verfahren und Prozessen.
Bild: Fraunhofer IOSB

Der Einsatz von maschinellem Lernen (ML) in der industriellen Fertigung birgt große Potenziale für die Optimierung von Verfahren und Prozessen. Aufgrund verschiedener Schwierigkeiten in diesem Kontext handelt es sich aber noch längst um kein Standardwerkzeug. Um die Herausforderungen zu überwinden und einen ML-Einsatz in der Produktion weniger aufwändig und besser handhabbar zu machen, haben Fraunhofer-Forscher im Rahmen des 2018 gestarteten Leitprojekts ‚ML4P – Machine Learning for Production‘ ein allgemein anwendbares Vorgehensmodell entwickelt. Während die Arbeiten an den zugehörigen Software-Tools noch laufen, wird das Vorgehensmodell anlässlich der virtuellen Messe ‚Fraunhofer Solution Days‘ am 26.10. veröffentlicht und ist dann als White Paper frei verfügbar.

„Im Leitprojekt ML4P entwickeln sechs Fraunhofer-Institute gemeinsam ein standardisiertes Vorgehensmodell und die zugehörigen Werkzeuge für den Einsatz von ML in der Produktion, um die Herausforderungen zu überwinden“, sagt Prof. Dr.-Ing. habil. Jürgen Beyerer, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB und Projektleiter von ML4P. „Unser Ansatz des KI-Engineerings orientiert sich in vieler Hinsicht am Systems Engineering. Die breiten Erfahrungen der beteiligten Institute ermöglichen es uns, gleichzeitig die grundlegende Methode zu detaillieren sowie die dazu passende, durchgängige Kette interoperabler Softwarelösungen zu entwickeln.“

„Anhand konkreter Verfahren und Anlagen aus der Prozess- und stückgutproduzierenden Industrie können wir die Praxistauglichkeit unserer Ergebnisse direkt überprüfen“, so Beyerer weiter. Beteiligt sind neben den Standorten Karlsruhe und Lemgo des federführenden Fraunhofer IOSB auch die Fraunhofer-Institute für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS, für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF, für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM, für Werkstoffmechanik IWM sowie für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU.

„Als wichtigen Meilenstein von ML4P haben wir das zugehörige Vorgehensmodell inzwischen fertig ausformuliert und freuen uns, die Kurzfassung als White Paper im Rahmen der Fraunhofer Solution Days der Öffentlichkeit zu präsentieren“, sagt Dr. Julius Pfrommer, Forschungsgruppenleiter am Fraunhofer IOSB und Teamleiter Vorgehensmodell im Projekt ML4P. Die ausführliche Langfassung des Vorgehensmodells soll als Fachbuch im kommenden Jahr erscheinen.

Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik
www.iitb.fraunhofer.de
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