Künstliche Intelligenz in Unternehmen
Immer mehr Firmen erkennen die Potenziale, die kognitive Roboter und maschinelle Lernverfahren in verschiedensten Unternehmensbereichen bieten. Was diese Technologien heute schon leisten und welche Herausforderungen noch bestehen, zeigt die Konferenz "Smarte Maschinen im Einsatz - Künstliche Intelligenz in Unternehmen" am 15. Oktober in Stuttgart.

Bild: Fraunhofer IPA / Rainer Bez

Intelligente Algorithmen schlagen längst nicht mehr nur Bücher bei Amazon oder Filme bei Netflix vor, sondern halten Einzug in das produzierende Gewerbe. Dort überwachen sie die gesamte Produktion, sorgen dafür, dass rechtzeitig Nachschub eintrifft und Wartungsarbeiten durchgeführt werden, bevor eine Maschine ausfällt. Sie steuern kognitive Roboter, die wechselnde Aufgaben wahrnehmen, und fahrerlose Transportfahrzeuge, die das Fließband ablösen. Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass Künstliche Intelligenz (KI) ganze Unternehmen umkrempeln wird, zumal das sich abzeichnende schwächere Wirtschaftswachstum diese Entwicklung noch beschleunigen dürfte. Führungskräfte sollten sich deshalb mit den bevorstehenden Umbrüchen und dem Potenzial von KI beschäftigen: Welche konkreten Anwendungen gibt es bereits und passen zum eigenen Bedarf und den eigenen Möglichkeiten? Welche Chancen und Risiken bestehen?

Chancen und Risiken von KI

Antworten darauf gibt die zweite Konferenz „Smarte Maschinen im Einsatz – Künstliche Intelligenz in Unternehmen“ am 15. Oktober 2019 am Fraunhofer IPA in Stuttgart. Dort kommen Vertreter aus Forschung und Industrie zu Wort: Den Auftakt macht Professor Thomas Bauernhansl mit einer Bestandsaufnahme. Der Institutsleiter des Fraunhofer IPA spricht über „Die Digitale Transformation der Fabriken – Wunsch und Wirklichkeit“. Es folgen praxisbezogene Vorträge von Dr. Benjamin Menz, Senior Data Scientist bei Bosch Rexroth, der zum Thema „Deep Transfer Learning – Skalierbarkeit von Modellen in der Produktion“ referiert, sowie von Professor Marco Huber, Leiter des Zentrums für Cyber Cognitive Intelligence am Fraunhofer IPA. Er stellt „Kognitive Produktionssysteme – Künstliche Intelligenz im praktischen Einsatz“ vor.

Technologietransfer und neue KI-Strategien

Bei den folgenden Kurzvorträgen mit Podiumsdiskussion stehen der Technologietransfer und neue KI-Strategien im Vordergrund. Dabei stellt Sebastian Stöcklmeier von der Firma Robert Bosch Packaging Technology beispielsweise „Smarte Maschinen in der Verpackungstechnologie“ vor. Frank Berner, Change Manager Digitalisierung bei Stihl, spricht über „Datenanalyse und maschinelles Lernen in der Geräteindustrie“. Nach gemeinsamen Rundgängen durch die Versuchsfelder und Labors des Fraunhofer IPA geht es bei den Kurzvorträgen mit Podiumsdiskussion am Nachmittag um Erfahrungen mit KI-Innovationen in Unternehmen und Start-ups, bevor dann Professor Marc Toussaint von der Universität Stuttgart mit seinem Fazit und Ausblick „Denken war gestern, Lernen ist heute – und morgen?“ die Konferenz schließt. Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg, hat die Schirmherrschaft der Konferenz übernommen. Als Moderator führt der Journalist und Buchautor Ulrich Eberl durch die ganztägige Veranstaltung, die die Konradin Mediengruppe in Kooperation mit dem Fraunhofer IPA ausrichtet.

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