Künstliche Intelligenz für kleine und mittlere Unternehmen
Künstliche Intelligenz auch für KMUs nutzbar machen. Das ist das Ziel des Modellprojekts ’KI-Transfer Plus’
Bild: ©zapp2photo/stock.adobe.com

Wie können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) am besten unterstützt werden, wenn es darum geht, KI für diese konkret nutzbar zu machen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Modellprojekts ’KI-Transfer Plus – Regionalzentren für Bayerns Mittelstand’, das die bayerische Digitalministerin Judith Gerlach zusammen mit der AppliedAI-Initiative des Gründungs- und Innovationszentrums UnternehmerTUM gestartet hat. Neben den Aktivitäten von AppliedAI in Oberbayern, soll im Rahmen des einjährigen Modellversuchs an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH) ein Modell für ’KI-Regionalzentren’ untersucht werden.

Beispiele für den KI-Einsatz

Die Horsch Maschinen GmbH in Schwandorf produziert Maschinen für die Landwirtschaft. Das Unternehmen muss mit einer großen Heterogenität in den Materialstammdaten und vielen ähnlichen Bauteilen umgehen. KI-gestützt sollen hier Konsolidierungs- und Einsparpotenziale identifiziert werden. Die FIT AG in Lupburg ist in der Additiven Fertigung tätig. Hier wird das KI-Potenzial in der Produktionsplanung im Fokus stehen. Intelligente Algorithmen können beispielsweise bei der optimalen Planung von 3D-Druckvorgängen helfen und so die Abschätzung der Produktionskosten erleichtern. Die emz – Hanauer GmbH & Co KGaA in Nabburg produziert im Bereich Environmental Technology unter anderem Abfallbehälter mit automatischer Füllstanderkennung. Die erzeugten Daten dienen der Routenplanung von Abfallunternehmen. KI-Technologien erlauben dabei eine besonders genaue Detektion durch die verbaute Sensorik und können so die Tourenoptimierung verbessern.

„Von der Optimierung von Lieferrouten bis zum Vergleich tausender unterschiedlicher Bauteile – viele Unternehmen kämpfen mit hochkomplexen Problemen, für die KI passende Lösungen bieten kann. Gerade kleinere Betriebe tun sich aber oft schwer, einen Zugang zu dieser Zukunftstechnologie zu finden. Mit dem Modellprojekt ´KI-Transfer Plus´ wollen wir untersuchen, wie diese Betriebe auf das große Know-how vieler bayerischer Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen zugreifen können“, so Gerlach.

Die Unternehmen erhalten mit der Unterstützung durch das Regionalzentrum die Möglichkeit zum Aufbau einer passenden technischen KI-Infrastruktur, der Entwicklung einer langfristigen KI-Vision sowie der Verankerung von KI in den Prozessen und der Organisation des Unternehmens.

Organisatorische Veränderungen untersuchen

Die Erfahrungen des Modellprojekts werden wissenschaftlich vom Lehrstuhl für Strategic Entrepreneurship der Technischen Universität München begleitet. Besonders im Fokus steht dabei die Untersuchung organisatorischer Veränderungen in den teilnehmenden Unternehmen. Aufgrund der Erfahrungen soll dann über eine mögliche Ausweitung des Programms und den Aufbau weiterer KI-Regionalzentren entschieden werden, um künftig noch mehr Unternehmen den Einstieg in die Welt der KI zu vereinfachen.

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