Grundsteinlegung für bayerische KI-Fabrik
Die Technische Universität München (TUM) hat die Initiative KI.Fabrik gestartet, um gemeinsam mit einem Konsortium industrieller Partner bis 2030 den Prototypen einer smarten Fabrik zu entwickeln. Das Projekt soll den Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Produktion voranbringen und die nächste Phase der Digitalisierung – die Verschmelzung von physischer und digitaler Welt – antreiben.
Bild: Fabian Vogl / TUM

Die symbolische Grundsteinlegung erfolgte im Deutschen Museum in München. Höhepunkt der Veranstaltung war das Versenken einer Zeitkapsel durch einen Roboter. Gesteuert wurde dieser über das Internet von einem Mitarbeiter aus einer Entfernung von gut 10km. Prof. Dr. Sami Haddadin, Direktor der Munich School of Robotics and Machine Intelligence an der TUM, beschreibt dies als Homeoffice der Zukunft. Mitarbeiter können sich aus der Ferne einfach über das Internet in die Fabrik einwählen, interagieren und kommunizieren. Die KI.Fabrik in Bayern soll die vernetzte und dezentrale Entwicklung von KI-Robotern vorantreiben und so künstliche Intelligenz in die Maschinen bringen. Dann agiere die KI nicht nur digital, sondern in der physischen Welt als Werkzeug für den Menschen, wie Haddadin betont. Gleichzeitig soll durch die Partnerschaft mit dem Deutschen Museum die Akzeptanz von KI in der Gesellschaft gefördert werden.

Um die KI.Fabrik in die Praxis zu integrieren, unterstützen unter anderem Franka Emika, Reactive Robotics, TQ-Systems, BMW, Wittenstein und Linde das Projekt. Ziel ist die Mensch/Roboter-Kollaboration in der industriellen Produktion voranzutreiben sowie schnellerer und sicherer zumachen. Mithilfe von KI sollen Roboter lernen zu verstehen, was in ihrer Umgebung passiert und wie sie auf unvorhersehbare Momente reagieren müssen. Um Lösungen zur sicheren Interaktion mit Robotern zu entwickeln, soll z.B der digitaler Zwilling genutzt werden. Mitarbeiter können virtuelle Situationen durchspielen und das Gelernte in die KI.Fabrik einspielen. Prof. Dr. Klaus Bengler, Projektleiter, erklärt: „Die KI.Fabrik ist ein Netzwerk unterschiedlicher Standorte – vom Experten im Homeoffice über den Roboter in der Fabrik bis hin zur Vernetzung verschiedener Fertigungsstandorte.“ Im Deutschen Museum will man zeigen, wie man sich die KI.Fabrik dezidiert als Arbeitsplatz vorstellt, den Netzwerkcharakter erlebbar darstellen und demonstrieren, wie Firmen über verschiedene Standorte zusammen arbeiten.“ Die Initiative KI.Fabrik wird vom Land Bayern mit 15Mio.€ gefördert.

TU Technische Universität München
www.tum.de

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