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Leitfaden für Unternehmen

Nov 25, 2019 | Künstliche Intelligenz

Leitfaden für Unternehmen

Zukunftsfähig mit
künstlicher Intelligenz

Bild: ©bizvector/stock.adobe.com

Mit ihrem aktuellen Bericht wollen die Experten der Plattform ‚Lernende Systeme‘ Unternehmen einen Leitfaden an die Hand geben und zeigen, wie sie KI systematisch nutzen können – veranschaulicht von Fallbeispielen. Der Bericht adressiert Gestaltungsoptionen an Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, um die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen.


Traditionelle produktorientierte Geschäftsmodelle werden in nahezu allen Branchen abgelöst von datengetriebenen Produkten und Dienstleistungen, die zunehmend auf KI basieren. „Deutsche Unternehmen verfügen über einen immensen Schatz an Maschinen- und Betriebsdaten. Das ist ihr Wettbewerbsvorteil. Sie müssen diese Daten mithilfe von KI wirtschaftlich nutzbar machen und daraus innovative Geschäftsmodelle entwickeln, die auf unseren europäischen Werten basieren. Dann können sie vor allem im B2B-Bereich – z.B. in der Industrie, also im Maschinenbau, in der Automobilindustrie oder der Chemiebranche – weltweit an der Spitze mitspielen“, sagt Dr. Wolfgang Faisst, Leiter von S/4 NEXT bei SAP und Co-Leiter der Arbeitsgruppe Geschäftsmodellinnovationen der Plattform Lernende Systeme. Mit dem Bericht ‚Geschäftsmodelle mit künstlicher Intelligenz‘ will das Konsortium aufzeigen, wie Unternehmen KI erfolgreich in ihr Geschäft integrieren und Stolpersteine benennen können. „KI ist für viele Unternehmen leider immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Für die Entwicklung eines neuen Geschäftsmodells mit KI gibt es kein Schema X, denn jedes Unternehmen ist anders“, sagt Susanne Boll-Westermann, Professorin für Medieninformatik und Multimedia-Systeme an der Universität Oldenburg und Co-Leiterin der Arbeitsgruppe Geschäftsmodellinnovationen.

Künstliche Intelligenz verstehen

„Dennoch gibt es einige Schritte, die bei der strategischen Konzeption und Umsetzung eines Geschäftsmodells hilfreich sind. Das fängt zunächst damit an, die Möglichkeiten und Technologien der KI zu verstehen als auch die Potenziale für das eigene Unternehmen zu identifizieren. Der Frage, was mit KI im eigenen Unternehmen erreicht werden kann und soll, muss strategisch vorangetrieben werden“. Unternehmen müssen den Mehrwert, den KI ihnen bringen kann, richtig einschätzen. Die Autoren des Leitfadens raten einen Anwendungsfall für KI zu wählen, der zu den Zielen des Unternehmens passt. „Wichtig ist, dass Unternehmen sich nicht auf die Verbesserung der internen Prozesse mit KI konzentrieren, sondern bei Geschäftsmodellinnovation den Kundenvorteil und neue Produkte in den Blick nehmen. Natürlich ist es gewinnbringend, wenn mit KI Produktionsprozesse optimiert werden. Möglicherweise werden aber vielversprechende neue Anwendungsfälle in den Kernbereichen des Unternehmens übersehen“, so Boll-Westermann.

Nicht nur für große Unternehmen

Der Bericht entkräftet zudem die Annahme, dass KI nur für große Unternehmen und mit hohen Investitionen umsetzbar ist. So brauche nicht jedes Unternehmen sein eigenes KI-Produkt. „Selten verfügt ein Unternehmen allein über alle notwendigen Kompetenzen, die Infrastruktur, Technologien und den Kundenzugang für eine KI-basierte Lösung. Häufig fehlt technologisch starken Unternehmen das Wissen in den Bereichen digitaler Geschäftsmodelldefinition, Softwareentwicklung und vor allem in der Vermarktung. Unternehmen sollten deshalb in ihrem digitalen Ökosystem passende Allianzen schmieden, um z.B. die benötigten Kompetenzen zu erhalten, aber auch Daten und Infrastruktur zu teilen“, rät Wolfgang Faisst. Auch ‚AI-as-a-Service‘-Anbieter, die Dienstleistungen rund um KI anbieten, können als Partner herangezogen werden. Ein weiteres wichtiges Element für ein erfolgreiches KI-basiertes Geschäftsmodell ist seine kontinuierliche Pflege und Weiterentwicklung. Häufig fehlt es an derartigen Wartungsstrategien. Zudem verändert KI auch berufliche Profile. Die Mitarbeiter sollten sich schrittweise an die KI gewöhnen können. Die Autoren raten, KI-Systeme abteilungsübergreifend zu entwickeln und zunächst für Assistenzfunktionen einzusetzen, sodass der Mensch weiterhin die finale Entscheidung trifft.

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