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Hardware für Fast-Tracking-Projekte

Jun 5, 2019 | Industrielle Produktion

Bild: TL Electronic GmbH

Die vernetzte Fertigung oder Anlage der Zukunft ist eine wahre Datenfabrik. Um Daten schnell, zuverlässig und
sicher zu verarbeiten, setzt man Edge-Computing-Lösungen wie Industrie-PCs oder mobile HMI-Terminals ein. Dabei kann Auswahl und Beschaffung der Hardware die Wertschöpfung deutlich beeinflussen.
Die Entwicklungsgeschwindigkeit in der Informationstechnologie – speziell in der Rechnerhardware – nimmt nach wie vor zu. Gleichzeitig werden die Investitionszyklen und Abschreibungszeiten in der Industrie als Gründe für den deutlich längeren Product Lifecycle betrachtet. Unter dem Vorzeichen der Digitalisierung ändert sich diese Haltung. Die Neuheiten aus dem Silicon Valley fließen zwar noch mit etwas Zeitverzögerung in industrietaugliche Hardware wie Tablets, Industrie- oder Panel-PCs oder Embedded-Systeme ein. Doch andererseits verändern sich gewohnte Bedienstandards an der Maschine. „Hersteller sowie Endanwender experimentieren z.B. mit modernen Bedienkonzepten über ruggedized Industrie-Tablet-PCs“, fasst Stefan Götz seine Erfahrungen mit Automobilherstellern, Maschinenbauern und Unternehmen aus der Logistik zusammen. Der geschäftsführende Gesellschafter von TL Electronic aus Bergkirchen bei München beschreibt die Haltung so: „Wird bei großen Autoproduzenten ein Projekt im Fast Tracking umgesetzt, dann ist klar: Man will auch die neuesten Technologien an industrieller Hardware einsetzen.“

Integrated Manufacturing

Im Integrated Manufacturing erfahren so vermehrt Scada-Systeme als Thin-Client-Lösungen auf mobilen Endgeräten mehr Akzeptanz als noch vor kurzer Zeit. Damit wird das Edge-Computing nicht nur ein Mittel, um die erfassten Daten für die Cloud vorab zu verarbeiten. „Entscheidend ist, dass dadurch die Nutzung der Daten in der Fertigung überhaupt erst möglich ist“, schildert Götz, „und damit zukünftige Methoden wie Machine Learning direkt an die Quelle der Daten rücken.“ Für Götz ist dieser strukturelle Wandel der Automatisierungsarchitekturen mit fundamentalen Effekten auch im Sensor-/Aktor-Bereich bereits voll im Gange. TL Electronic ist als Anbieter mit langjähriger Branchenkompetenz bereits darauf eingestellt. Für Anwender zeigt sich dieser Erfahrungsschatz in einem anwendungsspezifischen Informationssupport und vorkonfigurierten Setups der industrietauglichen IT-Lösungsangebote. Die stärkere Integration der Applikationsorientierung in der Lösungsfindung ist für Stefan Götz für beide Seiten entscheidend.

Vorkonfigurierte Angebote

Auf der kürzlich neu vorgestellten Internetseite findet man für die jeweilige Industrieanwendung und Branche vorkonfigurierte Lösungen. Diese Produkte sind für die Anwendungen z.B. für die Lebensmittelindustrie speziell entwickelt und erleichtern Auswahl wie rundum geschützte IP65-Panel-PCs im Edelstahlgehäuse mit glatten Oberflächen, ohne Schmutzkanten und für den Einsatz im hohem Betriebstemperaturbereich. Die Hardware-Spezifikation wird online dargestellt und bei der Beschaffung helfen Wizards und Chatbots. Nach dem Erstkontakt im Internet folgt die Anforderungsanalyse meist vor Ort. Zur systematischen Beratung zählen für Stefan Götz besonders, dem Kunden Effizienzpotenziale aufzuzeigen und neue Industrie-PC-Lösungen anzubieten, an die vorher vielleicht noch gar nicht gedacht wurde. Die Mitarbeiter in Vertrieb und Produktentwicklung entwickeln mit dem Anwender Vorschläge vom Edge-Industrie-PC bis hin zum robusten Vehicle Mounted Computer z.B. für Flurförderfahrzeuge, die gemäß Militärstandard MIL-STD-810G zertifiziert sind. Nach IPC-Design und Modifikation über den Fertigungsauftrag bis hin zu Produktion in geschlossener ESD-Schutzzone mit Software-Implementierung und Qualitätstest in eigener Burn-in-Umgebung will sich die Firma über ihren Service vom Markt abheben.

Service maßgeschneidert

„Unsere Servicekompetenz integriert sich in die Wertschöpfungsprozesse unserer Kunden und die der Endanwender“, erläutert der IPC-Fachmann. Als konkretes Beispiel nennt er die fest definierten Wartungszyklen in Automobilproduktionen. Industrie-PCs werden laufend ausgetauscht und überprüft, um die Anlagenverfügbarkeit sicherzustellen. Jeweils vier bis sechs Geräte werden dazu in spezielle Kunststoffboxen zur Abholung bereitgestellt. „Über unser umfassendes Logistiknetzwerk werden die standardisierten Transportboxen mit unseren Ersatzgeräten ausgewechselt und in unseren Fertigungsstandort nach München gebracht“, erklärt Götz. Nach abgeschlossener Wartung und erfolgreichen Qualitätstests werden die Systeme wieder in den Fertigungsprozess integriert. Diese zirkulierenden Serviceeinsätze funktionieren nach definierten Prozessschritten und werden zur Nachvollziehbarkeit digital erfasst. Zum Serviceangebot gehören unter anderem Lagerhaltung auf Wunsch für individuelle Komponenten, Preisstabilität für maßgebliche Bauteile, Ausfallsicherheit durch nachvollziehbares Kabel-Management, Spezialtransport und Langzeitverfügbarkeit über fünf Jahre, z.B. für Intel-CPUs der Embedded-Roadmap, sowie Seriennummer-Tracking für alle Bauteile sowie die schnelle Reaktion bei Ersatzbedarf.

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