- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -
Lesedauer: min
Software-Roboter im Internet der Dinge

Nov 12, 2019 | Geschäftsprozesse

Software-Roboter im Internet der Dinge

Bild: ©Alexander Limbach/stock.adobe.com

Künstliche Intelligenz und das Internet of Things sind für sich alleine schon faszinierende Technologien. Werden beide kombiniert, eröffnet dies neue Anwendungszenarien für die Optimierung von Geschäftsprozessen. Dabei sammelt das IoT die Daten, während die KI sie verarbeitet, um ihnen Bedeutung zu verleihen.


Beim IoT mag man an ein System von unabhängigen, miteinander verbundenen Rechnern, mechanischen und digitalen Maschinen oder Objekten denken, die mit eindeutigen Kennungen versehen wurden. Sie tauschen Daten über ein Netzwerk aus, ohne dass eine Interaktion von Mensch zu Mensch oder Mensch zu Computer erforderlich ist. Das IoT kann die physische Welt der Dinge und Maschinen digitalisieren, beispielsweise durch die Installation von vernetzten Sensoren, die Daten sammeln und weiterleiten. So helfen IoT-Anwendungen dabei, Prozesse zu verbessern, Ressourcen zu verteilen und Betriebsstörungen mithilfe einer vorausschauenden Instandhaltung zu antizipieren.

Daten sammeln reicht nicht

Die Hauptschwierigkeit liegt heute nicht mehr darin, Objekte miteinander zu verbinden. Die Herausforderung besteht eher darin, wie man die von den Objekten täglich erzeugten Daten sammelt, analysiert und gewinnbringend nutzt. Allein die Erhebung dieser Daten hilft keinem. Es sei denn, es gibt ein System, das die Daten interpretieren und verstehen kann. An dieser Stelle kann künstliche Intelligenz zum Einsatz kommen. Das IoT wird sozusagen intelligent.

Echtzeitanalysen großer unstrukturierter Datenmengen

KI bietet nicht nur die Möglichkeit, alle Daten, die von vernetzten Objekten erzeugt werden, zu verarbeiten, sondern auch Erkenntnisse in wesentlich kürzerer Zeit daraus abzuleiten, als es Menschen können. KI offeriert heute schon eine breite Palette von Technologien, um strukturierte und unstrukturierte Daten zu verarbeiten. Cognitive Process Automation (CPA) bringt bespielsweise durch Echtzeitanalysen schneller auf den Tisch, welche Faktoren großen Einfluss auf die Entwicklung von Unternehmen haben können. CPA nutzt Technologien wie die Verarbeitung natürlicher Sprache (NLP), Textanalyse, Data Mining, semantische Technologie und maschinelles Lernen, um auch große Mengen unstrukturierter Daten auswerten und eine fundierte Geschäftsentscheidung liefern zu können. CPA ist als nächste Stufe des Robotic Process Automation (RPA) zu verstehen, da sie sich einer KI bedient, um auch unstrukturierte Informationen zu analysieren und zu verarbeiten.

Seiten: 1 2Auf einer Seite lesen

Autor:
Firma:

News

Weitere Beiträge

Das könnte Sie auch interessieren

KI-Vorreiter führen ihre KI-Initiativen trotz Corona unbeirrt fort

Unternehmen, die beim Thema künstliche Intelligenz (KI) führend sind, zeigen sich von der Corona-Pandemie unbeeindruckt: 78 Prozent der KI-Vorreiter unter den Unternehmen führen ihre KI-Initiativen wie vor der Pandemie fort, 21 Prozent haben deren Umsetzung sogar beschleunigt. Unter den Unternehmen, die KI noch nicht skalierbar einsetzen, fahren hingegen 43 Prozent ihrer Investitionen zurück und 16 Prozent haben ihre KI-Initiativen eingestellt. In Deutschland haben 44 Prozent der Unternehmen keine Änderungen vorgenommen, 8 Prozent die Geschwindigkeit erhöht und 19 Prozent ihre Initiativen aufgrund der unsicheren Lage eingestellt. Weiterhin verzeichnen Unternehmen mit skalierbaren KI-Anwendungen messbare Erfolge bei der Absatzsteigerung und der Reduzierung von Sicherheitsrisiken und Kundenbeschwerden. Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt die Studie ‚The AI Powered Enterprise: Unlocking the potential of AI at scale‘, für die 950 Unternehmen aus elf Ländern und elf Branchen befragt wurden.

mehr lesen

KI übernimmt Arbeit von Software-Ingenieuren

Für selbstadaptive Software gibt es heute unzählige Anwendungsmöglichkeiten. Doch die Entwicklung der Systeme stellt Software-Ingenieure vor neue Herausforderungen. Wissenschaftler vom Softwaretechnik-Institut Paluno an der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben jetzt vielversprechende Ergebnisse mit neuartigen Verfahren der künstlichen Intelligenz (KI) erzielt, die den Entwicklungsprozess selbstadaptiver Systeme automatisieren.

mehr lesen

Wie wird künstliche Intelligenz zum Standardwerkzeug für den Mittelstand?

Das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU möchte zusammen mit den produzierenden Unternehmen des Mittelstands die entscheidende Barriere für die Anwendung künstlicher Intelligenz überwinden: Die Köpfe sind überzeugt, aber die Umgestaltung der Produktionsanlagen und -prozesse in den Fabriken stockt. Deshalb arbeiten die Forscherinnen und Forscher an einem systematischen Leitfaden, mit dem KI zum Standardwerkzeug werden soll, das bessere Produkte mit geringerem Ressourceneinsatz ermöglicht. Erste Ergebnisse sind vielversprechend.

mehr lesen

Leistungsstarkes KI-System am KIT installiert

Als ein Werkzeug der Spitzenforschung ist künstliche Intelligenz (KI) heute unentbehrlich. Für einen erfolgreichen Einsatz – ob in der Energieforschung oder bei der Entwicklung neuer Materialien – wird dabei neben den Algorithmen zunehmend auch spezialisierte Hardware zu einem immer wichtigeren Faktor. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat nun als erster Standort in Europa das neuartige KI-System NVIDIA DGX A100 in Betrieb genommen. Angeschafft wurde es aus Mitteln der Helmholtz Artificial Intelligence Cooperation Unit (HAICU).

mehr lesen

Machine Learning einfach gemacht

Seit einigen Jahren schon werden die Fantasien der Ingenieure und Anlagenbauer beflügelt durch die Möglichkeiten von KI- und Machine-Learning-Algorithmen. Klingt zwar zunächst sehr kompliziert, bietet aber konkrete Vorteile für die smarte Fabrik. Maschinen und Anlagen bzw. Produktionsprozesse erzeugen kontinuierlich Daten. Erfolgreich werden zukünftig Unternehmen sein, denen es gelingt, Mehrwert aus diesen Daten zu generieren.

mehr lesen

Schutz der Privatsphäre und KI in Kommunikationssystemen

Alle zwei Jahre vergeben der VDE, die Deutsche Telekom sowie die Städte Friedrichsdorf und Gelnhausen den mit 10.000 Euro dotierten Johann-Philipp-Reis-Preis an einen Nachwuchswissenschaftler. Dieses Jahr geht er an Prof. Dr.-Ing. Delphine Reinhardt von der Georg-August-Universität Göttingen und an Dr.-Ing. Jakob Hoydis von den Nokia Bell Labs in Nozay, Frankreich. Die beiden Preisträger teilen sich die Auszeichnung und damit das Preisgeld.

Infor bringt Infor Coleman AI auf den Markt

Infor, Anbieter von branchenspezifischer Business-Software für die Cloud, hat bekanntgegeben, dass die Plattform Infor Coleman AI für Embedded-Machine-Learning-Modelle ab sofort verfügbar ist. Sie bietet die Geschwindigkeit, Wiederholbarkeit und Personalisierung, die Unternehmen benötigen, um KI vollständig zu operationalisieren.