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Kaskadierbare KI-Lösung für Maschinen und Anlagen

KI wird alles verändern, davon zeigen sich Experten überzeugt. Bereits heute ist sie unser ständiger Begleiter, implementiert in Smartphones, Internetseiten, Spracherkennungssystemen usw. Und sie kann angeblich Wunderdinge vollbringen: Krebs besser erkennen, Texte schneller übersetzen, das Wetter besser vorhersagen. Wir alle kennen solche Berichte. Doch was kann KI in der Maschine bewirken? Das Unternehmen Omron hat sich mit der Vorstellung einer SPS mit ‚adaptiven Algorithmen‘ auf dieses Feld vorgewagt. Mit Lucian Dold, General Manager Product und Solution Marketing, EMEA-Region bei Omron sprachen wir über das neue Produkt, dessen Unterschied zu einer klassischen SPS und den Möglichkeiten, die eine solche Steuerung bietet.

Herr Dold, springen Sie als Omron jetzt auch auf den fahrenden KI-Zug auf?

Lucian Dold: Das könnte man auf den ersten Blick vielleicht so denken (lacht). Aber das Thema Künstliche Intelligenz – oder um es anders auszurücken – adaptive Algorithmen, also Gerätefunktionen, die lernen, sich selbst adaptieren und selbst optimieren, setzen wir bei Omron schon seit vielen Jahren ein – unter anderem in unseren Inspektionssystemen. Natürlich sehen wir auch diesen Push, der derzeit durch die Industrie geht – Digitialisierung, Industrie 4.0, KI usw. Aber unsere Herangehensweise an das Thema war ein völlig anderer. Wir haben in den vergangenen drei bis vier Jahren intensiv mit unseren Kunden gesprochen über die Dinge, die ihnen wirklich Schmerzen bereiten. Wir haben ihnen auch die Frage gestellt, wo sie Bedarf für Innovationen haben. Dabei haben sich vier Themenblöcke herausgebildet: Das ist der Bereich Produktivität, der Bereich Qualität, der Bereich Complience&Security und das ist schließlich der Bereich Expert Free. Hinter dem letzten Punkt steckt die Problematik, dass viele Unternehmen in Zukunft nicht mehr in ausreichendem Maß qualifizierte Mitarbeiter rekrutieren können werden. Die Frage stellt sich also: Wie kann meine Maschine sich auf Zustände, Veränderungen oder auch Probleme einstellen – beispielsweise bei Toleranzen beim Eingangsmaterial. Das war für uns der Start für die Überlegung eine Steuerung mit integrierten adaptiven Algorithmen zu entwickeln und zu bauen.

Aber zu diesem Zeitpunkt gab es doch schon Watson und Co. Warum nutzen Sie nicht die Dienste in der Cloud?

Dold: Alle Angebote, die es an dieser Stelle gibt, sind für diese Zielgruppe zunächst einmal viel zu kompliziert und zu abstrakt. Unsere Steuerung ist – wenn Sie es so wollen – der Gegenentwurf zu einer reinen Cloudlösung. Unser Ziel war es dem Maschinenbauer eine adaptierende und selbstlernende Steuerung an die Hand zu geben, die ganz konkret dafür vorbereitet ist, seine Probleme zu lösen, ohne sich das ganze Hintergrundwissen einer KI aneignen zu müssen. Wenn er sich also fragt, ‚wo entstehen meine Qualitätsprobleme?‘ , ‚wo sind meine Flexibilisierungsmöglichkeiten?‘, ‚Warum steht die Maschine sporadisch?‘, ‚Wie erkenne ich Maschinenstillstände im Voraus?‘ dann geben wir ihm mit unserer neuen Steuerung ein Werkzeug zur Beantwortung dieser Fragen an die Hand. Das war unsere Motivation, und deshalb sind wir ganz bewusst einen anderen Weg gegangen.

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Thematik: Allgemein
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